Ausgebrannt sein als Mama - Was läuft falsch?

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Immer mehr Mütter fühlen sich schlecht, ausgebrannt oder erschöpft. Die Anzahl an schwangerschaftsbezogenen Depressionen ist tendenziell steigend. Was läuft falsch? Ein Baby zu bekommen ist eine große Umstellung für ein Paar. Gerade die Frau wird vielleicht beruflich erst einmal aussteigen, hat mit körperlichen Veränderungen zu kämpfen und fühlt sich durch die Verantwortung, die sie für das Kind trägt, eingeschränkt. Auch wird vom Umfeld oft vermittelt, dass man sehr glücklich sein müsste oder aber auch sehr müde und erschöpft. Doch was kann man gegen die negativen Gefühle und die Überforderung unternehmen?

Zuerst einmal hilft der Austausch enorm. Natürlich mit dem Partner. Dieser hat wahrscheinlich ähnliche oder auch ganz andere Ansichten und Gefühle. Auch der Austausch mit anderen Müttern hilft, sich nicht alleine und ausgeliefert zu fühlen. Das Festhalten an eigenen Hobbys, Interessen und Freundschaften bewirkt, sich selbst nicht zu verlieren und nicht nur durch das Kind definiert zu sein. Rausgehen und am alltäglichen Leben teilnehmen ist ebenso ein grundlegender Baustein. Aktivitäten zu meiden, aus Angst, das Kind könnte weinen oder irgendetwas könnte nicht perfekt klappen, sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Im Gegenzug sollte man aber auch auf eigene Bedürfnisse und Grenzen achten. Ausruhen, Schlaf nachholen und sich Gutes tun und dies regelmäßig. Hilfe von außen gerne annehmen. In der Regel helfen Großeltern, Freunde oder Geschwister gerne. Auch eine halbe Stunde Zeit für sich tut wahnsinnig gut.

Werden die Kinder älter nehmen die Herausforderungen zu, allerdings sind auch wieder viel mehr Dinge möglich. Übernachtungen bei den Großeltern oder später auch bei Freunden schaffen wieder mehr persönliche Freiräume. Am besten versucht man sich stets bewusst auf die aktuelle Situation einzulassen. Jede Phase hat zahlreiche Vorteile und schöne Seiten. Sich auf diese zu fokussieren und nicht immer nur die vielleicht unterbrochenen Nächte, Trotzanfälle oder Einschränkungen im Auge zu haben, trägt enorm zur Zufriedenheit bei. Weg vom „ausgeliefert sein“- Gedanken zurück zum „man hat sein Leben selbst in der Hand“ ist ganz generell eine sehr gute Herangehensweise bei schlechten Gefühlen und Ängsten. Liegt eine Depression oder Angststörung vor, ist professionelle Hilfe von Nöten.