Entscheidung für ein drittes Kind

 

Wir haben uns bewusst für ein drittes Kind entschieden. Genauso bewusst, wie für die ersten beiden auch schon. Eigentlich wollten wir von Anfang an drei Kinder haben. Natürlich war uns bewusst, dass wir erst einmal abwarten und schauen, wie es denn so mit einem oder zweien ist. Aber drei Kinder waren für uns schon immer schön. Nun haben wir zwei Söhne und möchten gern ein drittes Geschwisterchen dazu. Auch sollte der Abstand wieder nicht allzu groß sein. Wir wollen gern, dass alle Kinder altersmäßig etwa so liegen, dass sie etwas miteinander anfangen können und die Interessen nicht allzu extrem auseinander klaffen. Natürlich ist jedes Kind anders. Ich denke aber, dass ein Sechs- und ein Sechzehnjähriger sich zum Beispiel nicht gut für gemeinsame Ausflüge begeistern lassen. Hat man Kinder mit kurzen Altersabständen stelle ich mir dies einfacher vor. Ein großer Abstand hat sicherlich wieder andere Vorteile.

 

Wir befinden uns in der Situation, dass wir gern ein fünftes Familienmitglied möchten, während viele unserer Bekannte gerade das erste Kind bekommen haben oder noch keine Kinder haben. So sind wir, denke ich, etwas exotisch in unserem Freundeskreis und ich bin mir auch nicht sicher, ob sich nicht der ein oder andere denkt, die spinnen doch.

 

Die Reaktionen auf einen dritten Kinderwunsch sind auch eher verhaltener als noch beim ersten oder auch zweiten. „Das Glück nochmal herausfordern“ oder „Geschwister müssen zurückstecken“ sind so die gängigsten Argumente. Natürlich auch die Finanzen. Denn: „Wenn mal alle drei studieren wollen....“ Ähm ja, das habe ich mittlerweile so oft gehört. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage, dass wohl nicht all unsere Kinder ein von uns finanziertes Studium in Harvard inklusive Eigentumswohnung und eigenem Ferrari anstreben.

Geschwister verbessern nachweislich das Sozialverhalten und fast ausnahmslos jeder, den ich kenne, ist froh darüber Geschwister zu haben. Natürlich kann es auch vorkommen, das Geschwister sich nicht verstehen. Soll es geben. Aber alles in allem, sehe ich für meine Kinder keinen Nachteil darin in einer Familie mit drei Kindern aufzuwachsen. Schön ist es, immer einen Spielkameraden zu haben, zum Beispiel auch während einer Reise oder ähnlichem. Drei Kinder, haben bei uns drei Kinderzimmer und somit mehr Abwechslung was das Spielzeug usw. angeht.

 

Über das zweite Kind, diskutiert selten jemand. Das tut dem großen Kind gut, sonst wird es ja noch verwöhnt. Aber das dritte muss dann nicht mehr sein.

 

Für eine mögliche dritte Schwangerschaft würde ich mir, abgesehen davon, dass hoffentlich alles problemlos und gesund ist, wünschen, dass mehr positive Reaktionen aus dem Umfeld kommen und auch, dass diese als genauso schön und besonders angesehen wird, wie die ersten beiden auch. Denn, jede Familie entscheidet selbst darüber, was für sie passt und zu uns passt in jedem Fall noch ein weiteres Kind.