Geheimnis gelüftet- Die dritte Schwangerschaft

Endlich ist es offiziell und wir können unsere Freude über die dritte Schwangerschaft teilen. Dass ein neues Familienmitglied zu uns stoßen wird, wissen wir schon seit einiger Zeit, allerdings haben wir uns dazu entschlossen, dies erst nach den kritischen ersten 12 Wochen bekannt zu geben. Zuerst möchte man den Herzschlag und einen positiven Ultraschall abwarten, damit man etwas beruhigter ist. Diese Entscheidung macht die ersten Wochen allerdings auch recht schwierig. Einige Dinge und Aktivitäten sollte man während der Schwangerschaft generell meiden. Manchmal muss man sich hier erklären. Einladungen zum Sushi essen, Alkohol, Sport sind alles Dinge die nicht empfehlenswert sind.

Auch bildete ich mir ein, dass man den Bauch schon deutlich sehen konnte. Bei der dritten Schwangerschaft ist dies wohl auch tatsächlich so. Die Einladung zum Badesee war hier eher nicht so angenehm, da ich immer darauf bedacht war, mich eher bedenkt zu halten. Zum Glück starteten wir dann in den Herbst. So konnte ich mit weiteren Shirts und Tüchern gut kaschieren.

Gern möchte man mit jedem über die Schwangerschaft sprechen und sich austauschen. Ich habe meine Schwester und eine gute Freundin eingeweiht. So konnte ich mich wenigstens hier ein bisschen ausquatschen. Auch der Familie sagten wir es bald darauf.

Die ständige Müdigkeit und Übelkeit erschwerten den Alltag zusätzlich. Den Kindern konnte und wollte ich die Gründe dafür noch nicht nennen. Ich dachte oft, dass mein Umfeld sich sicherlich denkt: „Was ist denn mit der los? Die sieht so fertig aus.“ Unreine Haut, Müdigkeit, Übelkeit, Stimmungsschwankungen und Heißhunger tragen wahrscheinlich nicht gerade zu einer positiven Ausstrahlung bei. Eine Freundin war ebenfalls schwanger, etwas weiter. Ich dachte mir oft, ich versteh dich vollkommen.

Natürlich kann man eine Schwangerschaft auch sofort verkünden, wenn man davon erfährt. Das bringt den Vorteil, dass man offen damit umgehen kann und gleich Ansprechpartner hat. Wir wollten es gern erst einmal für uns behalten, da wir es den Kindern mitteilen wollten, wenn es gesicherter ist. Hätte es nun das Umfeld gewusst, wäre dies schwierig gewesen. Auch im Falle einer Fehlgeburt, wäre es uns lieber gewesen, wenn dies keiner gewusst hätte. Anderenfalls hätten wir das Gefühl gehabt, dass nun viele darauf warten, dass wir erneut eine Schwangerschaft bekannt geben.

Nun ist es offiziell und ich brauche meinen Bauch nicht mehr einzuziehen, sondern kann ihn stolz durch die Gegend tragen. Das Einziehen ist nun ohnehin sehr schwierig. Wir freuen uns in jedem Fall sehr, bald zu fünft zu sein.