Hausbau-Wie lange hat man wirklich eine Baustelle?

Im besten Fall zieht man in ein vollkommen fertiges Haus mit bestehenden Außenanlagen ein. Meist ist dies jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht die Realität. Gewisse Arbeiten müssen noch verrichtet werden, einiges geschieht vielleicht in Eigenleistung oder man spart sich noch etwas Geld für die kommenden Außenanlagen an. Natürlich ist man auch immer an Lieferzeiten und Termine diverser Firmen gebunden. Aber, wie lange lebt man denn noch auf einer Baustelle?

 

Bei unserem Einzug war unser Haus von außen und innen fertiggestellt. An der Heizung musste noch etwas justiert werden und die Endabnahme erfolgte ein wenig später. Unser Bestreben war es, alles möglichst final einzurichten. So hatte ich mich im Vorfeld um Bilder, Möbelplanung etc. gekümmert. Beim Umzug verlief alles reibungslos. Es war klar, welche Möbel in welches Zimmer kamen und auch die Deko-Elemente wurden gleich an die richtigen Stellen verteilt. Während die fleißigen Helfer Möbel aufbauten, machte ich mich schon mal ans Bilder aufhängen. Gerade die Kinderzimmer sollten bereits in der ersten Nacht schön und fertig sein. Dies klappte recht gut.

Einige Kleinigkeiten erledigten wir noch im Laufe der nächsten Wochen. Ein Treppenabgang musste gestrichen werden und Fußleisten waren noch nicht alle montiert. Es empfiehlt sich, dies recht zeitnah zu machen. Sobald man nämlich im Haus lebt, gewöhnt man sich schnell an fehlende Leisten oder ähnliches und die Dringlichkeit, diese fertig zu stellen, nimmt immer mehr ab. Zumindest war es bei uns so.

Der Garten war noch komplett unfertig. Allerdings hatten wir eine Terrasse. Das Ebnen des Gartens fand etwa neun Monate nach Einzug statt. Danach auch das Ansähen und Anpflanzen, welches wir selbst gemacht haben. Es war recht angenehm bereits bei Einzug eine fertige Terrasse zu haben, da wir so eine gute Möglichkeit hatten, uns draußen aufzuhalten, ohne im Dreck sitzen zu müssen. Ziemlich genau ein Jahr nach Einzug pflanzten wir den letzten Busch und waren somit auch mit den Außenanlagen fertig. Einfahrt Pflastern, Vorgarten anlegen, Kellereingang, Mauern ziehen und Garage kam alles im Laufe des Sommers.

Bei uns war es also so, dass wir genau ein Jahr nach Einzug mit dem Haus innen und außen inklusive Außenanlagen fertig waren. Wir haben ein wenig bei den Außenanlagen geholfen, Gestrichen und Böden verlegt. Die Freude über den Einzug war hoch, daher machte es uns nicht sehr viel aus, dass die Außenanlagen im ersten Sommer noch nicht komplett fertig waren. Nach einiger Zeit ging es allerdings schon ein wenig auf die Nerven. Vor allem der Dreck und das ständige „unfertig sein“. Ein Jahr ist aber für uns ein erträglicher Zeitraum gewesen.