Kindergarten, Tagesmutter oder Krippe?


Heiß begehrt sind die Kinderbetreuungsplätze inzwischen in einigen Gegenden. Kinder sollten wenn möglich schon während der Schwangerschaft in der gewünschten Einrichtung angemeldet werden. In ländlichen Gegenden, wie bei uns, ist es noch etwas einfacher als in der Großstadt. Wir haben unsere beiden Söhne für den Kindergarten angemeldet. Der Große geht seit seinem dritten Geburtstag bereits dorthin und auch der Kleine soll mit drei Jahren starten. Gegen die Krippe haben wir uns unter anderem entschieden, da wir wussten, dass wir keinen großen Abstand zwischen den Kindern haben möchten und so davon ausgegangen sind, dass die zwei Jahre Elternzeit mit der Geburt des zweiten Kindes verlängert werden. Angemeldet haben wir die Jungs etwa eineinhalb Jahre vor dem gewünschten Start. Dies war kein Problem. Inzwischen gibt es einen gesammelten Anmeldetag für alle Kindergärten im Umkreis und einen standardisierten Anmeldebogen.

Die Entscheidung, welche Betreuungsform man gerne hätte, hängt von vielen Faktoren ab. Nicht zuletzt davon, wann man gerne wieder arbeiten gehen würde. Für kleine Kinder kann man dann zwischen Krippe und Tagesmutter wählen. Tagesmütter nehmen weniger Kinder auf. Sie werden meist bei diesen zuhause betreut. Hier ist es sehr wichtig, dass die Chemie stimmt und sich die Ansichten größtenteils decken. So kann man sein Kleinkind guten Gewissens und mit einem guten Gefühl abgeben. Krippen befinden sich meist in Kindergärten und haben kleinere Gruppen als die KiTa.

Egal für was man sich entscheidet, wichtig ist immer, dass man ein gutes Gefühl dabei hat und dass es für das eigene Kind passend ist. An sich ist es positiv, wenn Kinder unter Gleichaltrigen sind. Dies schult soziale Kompetenzen und gibt Selbstständigkeit und Selbstvertrauen. Wahrscheinlich steht man immer ein Stück weit zwischen „hoffentlich ist es nicht zu früh“ und „nicht loslassen können“. Hier muss man die richtige Balance finden, seinem Kind auch etwas zutrauen und ihm positive Gefühle vermitteln. Meist merken Kinder schnell, wenn sich die Eltern nicht wohl fühlen.

Es stellt einen sehr großen Schritt dar, die Kinder fremdbetreuen zu lassen. Zum einen ändert sich natürlich der Alltag der Kinder, aber auch der der Eltern. Hat man die Eingewöhnung geschafft und der Krippen-/ Kindergartenalltag oder der Alltag bei der Tagesmutter läuft rund, sind meistens alle recht zufrieden damit. Es wird anderer Input als zuhause angeboten und auch die Selbstständigkeit nimmt stark zu.

In den meisten Einrichtungen gibt es Schnuppertage, sodass man sich vorab ein Bild machen kann.