Kleine Hochzeitsgäste

Da letztes Jahr drei Hochzeitseinladungen bei uns eintrudelten und dies in diesem Jahr sogar noch getoppt wurde, ist das Thema `Zu Gast auf einer Hochzeit sein` momentan sehr präsent in unserer Familie. Daher möchte ich einige gute Erfahrungen mit euch teilen. Vielleicht verhilft euch das, zu einem halbwegs entspannten Tag auf euren Festlichkeiten. Gerade mit kleinen Kindern macht man sich im Vorfeld doch einige Gedanken. Wir hatten in diesem Jahr einen Zweieinhalbjährigen und einen frisch-Einjährigen dabei. Die Feiern im letzten Jahr besuchten wir somit mit einem Eineinhalbjährigen und einem mehr oder weniger Neugeborenen. Unser zweiter Sohn war voriges Jahr eigentlich eine recht ruhige Begleitung. Das Schlafen im Kinderwagen auch bei Trubel klappte richtig gut. Da war es aktuell schon etwas schwieriger zwei mobile und neugierige Persönlichkeiten bei Laune und im Rahmen zu halten. Alles in allem klappte es aber auch wieder recht gut. Meist wird es besser als erwartet. Manchmal geht man nach Hause und klopft sich auf die Schulter, weil alles wie am Schnürchen lief und manchmal geht man einfach nur nach Hause...

 

Zu aller erst stellt sich die Frage: Kinder mitnehmen ja oder nein? Beides hat seine Vor- und Nachteile. Es gibt Familien, die es so handhaben, dass die Kinder einfach immer mit von der Partie sind und andere genießen gern mal einen solchen Tag nur als Paar. Beides hat natürlich seine schönen Seiten. Nun gehen wir mal davon aus: Kinder sind dabei. Eine gute Vorbereitung hat sich bei uns meist gelohnt.

 

Vorfreude

Ich persönlich versuche immer, den Kindern Vorfreude zu vermitteln. So verstehen sie schon im Vornherein, dass es sich um ein schönes Ereignis handelt, welches etwas besonderes ist. Glückwunschkarte bemalen lassen, etwas kleines basteln und sich das Outfit mit aussuchen macht meistens großen Spaß.

 

Du bist nicht du, wenn du hungrig bist...

Ein ganz heißer Tipp: genug Snacks einpacken (dies haben Eltern sowieso meist schon verinnerlicht) . Auf Hochzeiten gibt es bekanntlich sehr viel zu essen und zu trinken. Wird das heiß ersehnte Kuchenbuffet jedoch plötzlich eine halbe Stunde später eröffnet kann dies schon zu Eskalationen seitens eines Zweijährigen führen. Auch ist nicht gesagt, dass die Kinder von der Menü Auswahl des Brautpaares überzeugt sind. Mit eigenen kleinen Snacks können die lieben Kleinen auch mal während des Gottesdienstes oder vor dem Standesamt bei Laune gehalten werden.

Gute Nacht!

Wir handhaben es so, dass wir bei solchen Feiern so lange bleiben, wie die Kinder eben gut „mitmachen“. Da sie sich hier meist schon sehr am Rande der Müdigkeit bewegen, wenn wir die Feier verlassen, packen wir sie komplett fertig mit Schafanzug, geputzten Zähnen, frischer Windeln und ggf. mit Milch abgefüllt in die Kindersitze. So können sie während der Fahrt einschlafen und werden zuhause einfach ins Bett umgelagert.

Familie und Freunde

Glück hat man, wenn es sich um eine Familienfeier handelt. Anwesende Großeltern, Tanten, Onkel usw. sind Gold wert und verhelfen dazu, dass Mama und Papa auch mal in Ruhe essen können. Man kann sich jedoch auch einfach mit anderen Eltern zusammen tun. „Wir hüten die Kinder, damit ihr in Ruhe essen könnt“ und dann wird getauscht. Da oft sowieso alle Kinder auf einem Haufen spielen, ist das meist kein Problem. Auch kann man kleinere Kinder von hilfsbereiten Großeltern abholen lassen und noch ein paar Stündchen allein weiter feiern.

Keep cool

Der wohl beste Tipp, der generell gilt: mit kleinen Kindern, darf man die meisten Dinge einfach nicht so eng sehen. Auf Launen hat man manchmal keinen Einfluss. Es passieren Missgeschicke und es wird bisweilen laut. Das ist bei jeder Familie so. Andere Eltern werdens verstehen und die, die noch keine Kinder haben, werden es rückblickend verstehen. Daher immer mit einer Portion Humor unterwegs sein..